“Das Leben ist wert, gelebt zu werden, sagt die Kunst, die schönste Verführerin; das Leben ist wert, erkannt zu werden, sagt die  Wissenschaft.“ (Friedrich Nietzsche)

 

 

 

Waldsterben 2.0
01.08.2019

In Sachsen rechnen die Forstleute in diesem Jahr mit der größten Menge an Schadholz seit Beginn der Aufzeichnungen. In den vergangenen zwei Jahren haben die Waldbäume sehr gelitten: da gab es Herbst- und Frühjahrsstürme, Schneebruch und vor allem zwei außergewöhnlich trockene Sommer. Vor allem die Fichte ist in Gefahr. Sie besiedelt von Natur aus niederschlagreiche, mittlere bis höhere Lagen der Mittelgebirge und des Alpenraumes. Als Brotbaum hat sie die Forstwirtschaft schon seit dem 19. Jahrhundert weitflächig angebaut. Die Trockenheit der vergangenen Sommer hat besonders den Fichten zugesetzt, die als Flachwurzler schnell verdursten. Jetzt sind sie so geschwächt, dass Schädlinge leichtes Spiel haben. Eine gesunde Fichte wehrt sich gegen einen Borkenkäfer, der versucht, ihre Rinde zu durchbohren, mit kräftig herausquellendem Harz. Wenn sie mit ihren flachen Wurzeln kein Wasser im Boden erreicht, schafft sie das nicht. Aber nicht nur Fichten, auch fast alle anderen wichtigen Baumarten wie Kiefern, Buchen oder Eichen zeigen Schäden in einem bislang nicht gekannten Ausmaß. Bundesweit sterben ganze Waldbestände großflächig ab.
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