“Das Leben ist wert, gelebt zu werden, sagt die Kunst, die schönste Verführerin; das Leben ist wert, erkannt zu werden, sagt die  Wissenschaft.“ (Friedrich Nietzsche)

 

 

 

Omannomann – Wirbel um mysteriösen interstellaren Besucher Oumuamua
13.11.2018

Renommierte Harvard-Astronomen wirbelten Anfang November mit einer Vermutung mächtig Staub in den Medien auf: nämlich dass der mysteriöse interstellare Besucher, dem man den Namen „Oumuamua“ gegeben hat, kein Asteroid oder Komet, sondern möglicherweise ein Sonnensegel sei, das einer außerirdischen Zivilisation entstammt.

Die Flugbahn Oumuamuas wäre durchaus sinnvoll, falls Außerirdische über ein ähnliches Technologieniveau wie wir verfügten. Das Objekt erreichte unser Sonnensystem senkrecht zu den Orbits unserer Planeten. Damit konnten Kollisionen mit Asteroiden und Planeten innerhalb der Ebene des Sonnensystems vermieden werden.

Aber warum machte dann die Oumuamua-Alien-Raumsonde nicht halt, um unseren schönen Planeten zu erkunden? Oder gar mit uns in Kontakt zu treten? Möglicherweise halten die Aliens nicht allzu viel von uns und haben unser Sonnensystem nur für einen Swing-By benutzt, um zu einem interessanteren Sonnensystem durchzustarten. Vielleicht ist unsere Erde für sie nur „ein absolut unbedeutender, kleiner blaugrüner Planet, dessen vom Affen stammende Bioformen so erstaunlich primitiv sind“, wie es Douglas Adams in „Per Anhalter durch die Galaxis“ beschrieben hat.

Der Astrophysiker Andreas Müller kommentiert die Spekulation am 12.11.2018 auf Spektrum der Wissenschaften: „Ebenso gut hätte ich behaupten können, dass 'Oumuamua in Wahrheit die gesunkene Titanic mit meiner Oma an Bord ist. Diese Hypothese wird auch niemand so schnell entkräften können, immerhin soll das Objekt länglich sein und möglicherweise aus Eisen bestehen.“

Jedenfalls haben die Harvard-Astronomen mit der Sonnensegelbehauptung große Aufmerksamkeit für ein anderes Sonnensegel-Projekt erzeugt, an dem zumindest einer der Autoren beteiligt ist.


Sensible Gesundheitsdaten in die Cloud? Jens Spahns E-Health-Gesetz in der Kritik
04.11.2018

Jens Spahns E-Health-Projekt hat Gegner: 28 Prozent der Ärzte und Ärztinnen verweigern den Anschluss an das elektronische Gesundheitsnetz. Und Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sorgen sich um die Schutzbedürfnisse ihrer Patientinnen und Patienten, weil die besonderen Umstände einer psychotherapeutischen Behandlung einen erhöhten Vertrauensschutz ihrer Daten verlangen.
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Qualvolles Schweinesystem: Ferkel dürfen weiter betäubungslos kastriert werden
05.10.2018

Ab dem 1. Januar 2019 sollte die betäubungslose Kastration von Ferkeln ein Ende haben. Seit 2013 heißt es im Tierschutzgesetz: "An einem Wirbeltier darf ohne Betäubung ein mit Schmerzen verbundener Eingriff nicht vorgenommen werden" (§ 5). Allerdings gilt dies noch nicht für Ferkel, die bis zu ihrem siebten Lebenstag ohne Betäubung kastriert werden dürfen. Pro Jahr müssen rund 20 Millionen Ferkel den schmerzhaften Eingriff über sich ergehen lassen.
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Das neue Waldsterben: der Hambacher Forst
26.09.2018

In den 80er Jahren war es der saure Regen, verursacht durch die Rauchgase aus den Kraftwerksschornsteinen, der zu einem erschreckenden Waldsterben führte. Die Politik reagierte irgendwann und sorgte für Rauchgasentschwefelungsanlagen in Kraftwerken. Jetzt ist es die Politik der nordrheinwestfälischen Landesregierung, die zusammen mit dem Energiekonzern RWE ein neues Waldsterben möglich macht: Das Waldstück am Rande des Tagebaus Hambach soll gerodet werden und den Braunkohlebaggern weichen...
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Maaßlos
20.09.2018

Der Kompromiss ist ein Taschenspielertrick und eine Provokation. Horst Seehofer hat ausprobiert, wie weit er gehen kann, wie weit sich die SPD durch den Kakao ziehen lässt...
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