“Das Leben ist wert, gelebt zu werden, sagt die Kunst, die schönste Verführerin; das Leben ist wert, erkannt zu werden, sagt die  Wissenschaft.“ (Friedrich Nietzsche)

 

 

 

Planwirtschaft statt Marktwirtschaft im Gas-Geschäft
03.05.2019

Es ist schon erstaunlich, dass gerade diejenigen, die sich als die vehementesten Fürsprecher der Marktwirtschaft darstellen, plötzlich staatlicher Planwirtschaft das Wort reden.

Der us-amerikanische Energieminister Rick Perry schreibt am 02.05.2019 während des ersten europäisch-amerikanischen LNG-Geschäftsforums in Brüssel den Europäern in Stammbuch, sie sollten gefälligst das teurere Fracking-Gas aus seinem Land kaufen, sonst drohten Schutzzölle auf europäische und vor allem deutsche Autos. Die Verflüssigung und der Transport machen LNG-Gas deutlich teurer als Gas, das über die Pipeline aus Russland kommt. Das us-amerikanische Gas ist damit marktwirtschaftlich nicht konkurrenzfähig.
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Forschungsförderung für Großunternehmen
01.03.2019

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will ab 2020 deutsche Unternehmen mit fünf Milliarden Euro subventionieren, damit sie besser forschen können. Die Gelder für die Forschungsförderung werden auf vier Jahre verteilt. Ursprünglich hatte die SPD gefordert, nur kleine und mittlere Firmen zu unterstützen, denn diese hätten die Unterstützung eher nötig. Auf diesem Standpunkt steht auch die Opposition. Das wurde jetzt gestrichen. Die Gelder werden wahrscheinlich vorzugsweise in die Projekte von Großunternehmen fließen.

Anstatt Großunternehmen zu beschenken, bei denen diese Subventionen wahrscheinlich als Mitnahmeeffekte ins Leere laufen, sollte die Regierung besser die Hochschulen fördern.


Vom Lebensraum zum Businessplatz. Die Innenstadt heißt heute City
21.01.2019

Der Wiederaufbau in der Nachkriegszeit hat die Städte mehr zerstört als die Bomben. Diese zweite Zerstörung der Städte ist kaum weniger gravierend als die des Weltkriegs. Nach dem Krieg wurden zahlreiche Baudenkmäler und historische Gebäude abgerissen, Unregelmäßiges, Gewachsenes hatte keinen Platz mehr und wurde zerstört. Das Credo der Modernen Stadt lautete: Das Stadtzentrum soll in erster Linie dem Geschäftsleben dienen: hier wird gearbeitet und eingekauft. Gewohnt und gelebt werden soll außerhalb der Innenstadt in anliegenden Wohngegenden.
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